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Verbesserungen im ÖPNV gefordert / JU-Kreisvorstand und CDU-Kreistagsfraktion suchen gemeinsamen Austausch

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Der Kreisvorstand der Jungen Union (JU) Karlsruhe-Land hat in einer gemeinsamen Sitzung mit der CDU-Kreistagsfraktion kreispolitische Themen diskutiert. Dabei kam von Seiten der JU die Forderung nach Verbesserungen im Öffentlichen Nahverkehr auf.

"Es gibt insbesondere in den Randgebieten des Landkreises Nachholbedarf was den ÖPNV anbetrifft", erörterte JU-Kreisvorsitzender André Jackwerth im Rahmen der Sitzung die Lage aus Sicht der JU. Beispielhaft nannte er die Städte Marxzell im Süden sowie Oberhausen-Rheinhausen, Philippsburg und Waghäusel im Norden des Landkreises.

"Diese und auch weitere Städte sind insbesondere nachts und an den Wochenenden nicht ausreichend an die umliegenden Großstädte Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg angebunden", so der einstimmige Tenor von Seiten der JU, die in diesem Punkt Verbesserungen forderte. Zur Lösung des Problems wurden unter anderem eine Ausweitung des Anruf-Sammel-Taxi-Angebotes sowie der Einsatz von Nachtbussen angeregt. Laut der JU könnte dadurch die Attraktivität der Kommunen im Landkreis für junge Menschen besser bewahrt und ein möglicher Wegzug dieser in die umliegenden Großstädte unter Umständen verhindert werden.

Tony Löffler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, machte im Gegenzug auf die bereits hohen Ausgaben des Landkreises für den ÖPNV in Höhe von 26 Millionen Euro aufmerksam. "Dennoch kann ich mir vorstellen, den ÖPNV um sinnvolle Angebote zu erweitern", ging Löffler auf die Anregungen der JU ein. Wichtig sei dabei jedoch, einen guten Mittelpunkt zwischen Wirtschaftlichkeit und Attraktivität zu treffen. "Am Ende muss alles bezahlbar bleiben", so Löffler.

Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Sven Weigt, nahm die Anregungen dankbar entgegen: "Wir haben uns mit der JU darauf verständigt, ein gemeinsames Konzeptpapier zu erarbeiten, aus dem ganz konkrete Punkte zur Verbesserung des Nahverkehrs hervorgehen sollen", erklärte Weigt, der auch Bürgermeister der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard ist, im Anschluss an die Sitzung. Die gesammelten Ideen werde die Fraktion anschließend prüfen und gegebenenfalls in den Kreistag einbringen.

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